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Selbstvertrauen stärken und aufbauen

Selbstvertrauen stärken und aufbauen

Ein Zitat von Bernhard Moestle zum Thema Selbstvertrauen stärken und aufbauen:

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„Du bist das Zentrum deines Universums… Alles, was du für eine Entscheidung brauchst, liegt bereits in dir.“

Selbstvertrauen stärken: Frustration durch mangelndes Selbstvertrauen

Richard, ein guter Freund von mir und Vater von drei Kindern, ist einer der kreativsten und spontansten Menschen, die ich kennenlernen durfte. Er hat jedoch ein Problem: Er ist einer dieser Männer, die gute Ideen haben, aber erst von Anderen bestätigt werden müssen, um selbst daran zu glauben. Vor einigen Monaten durfte ich Zeuge einer interessanten Situation in Richards Leben werden. Er verbrachte seinen Sonntagvormittag mit unserer Gruppe und währenddessen kam ihm die brilliante Idee: Mit Töchtern und Ehefrau in den neueröffneten Schwimm-Club zu gehen, der auch eine Kinderbetreuung anbietet. Richard wusste, dass seine Frau schon immer einmal dorthin wollte. Er zückte sein Telefon und rief sie an, um ihr die Idee vorzuschlagen.

Innerhalb von Sekunden des Telefongesprächs änderte sich seine Mimik. Es war mehr als deutlich, dass seine Frau seinen Vorschlag abgelehnt hatte. Man konnte förmlich betrachten, wie aus ihm ein kleiner, frustrierter und verletzter Junge wurde, der die Absage seiner Frau wehrlos hinnahm.

Als ich ihm sagte, dass ich seine Idee gut fand und ihn spaßeshalber fragte, warum er diese kampflos aufgegeben hatte, sagte er mir, dass er keinen Konflikt mit seiner Frau haben wolle. Den restlichen Tag fühlte sich Richard abgelehnt, minderwertig und freudlos.

 

Selbstvertrauen stärken: Was ist hier passiert?

Anstatt seiner Frau klipp und klar seine Überzeugung mitzuteilen, dass seine Idee gut ist, resignierte er aus Angst vor einem Konflikt. Er hatte sich somit seiner Frau unterworfen, da er ihre Zustimmung brauchte. Aus Angst davor, Fehler zu machen, stand er nicht hinter seiner eigenen Idee. Denn wenn sich diese Idee als langweilig entpuppt hätte, so hätte dies ein starkes Schamgefühl in ihm ausgelöst.
Richards Frau merkte sich vergangene Situationen, in denen ihr Mann sich nicht nahm, was er wollte. Und so testete sie ihn unbewusst in nachfolgenden Situationen, um zu sehen, ob er sich ihren willkürlichen Launen und Entscheidungen unterwarf.

Da Richard sich lange genug seiner Frau unterworfen hatte, nahm diese ihn schlussendlich nicht mehr ernst; egal wie brilliant seine Ideen oder wie glaubwürdig seine Überzeugungen waren. Die menschliche Natur sorgte dafür, dass Richards Frau ihn niemals ernst nehmen würde, solange er sich ihr unterwarf.

Wo liegt der Fehler?

Der Fehler liegt hier nicht bei der Frau, sondern bei Richard selbst. Da es ihm an Selbstvertrauen mangelte, wollte er die Verantwortung für seine eigene Idee nicht selbst tragen und schob sie auf seine Frau. 

Als ich Richard auf die Tatsachen hinwies und ihm dazu riet, sich nicht mehr zu unterwerfen, war er zunächst irritiert und ängstlich. Er versuchte mir deutlich zu machen, dies würde nur zu mehr Ärger führen, wenn er anfinge sich durchzusetzen. Ich sagte ihm, dass ihn seine Frau respektieren und ihm vertrauen wird, wenn er sich durchsetzt. Er würde dadurch den Respekt und das Vertrauen zu sich selbst wiederherstellen (Prinzip der Selbstliebe).

Zwar war Richard skeptisch, doch er vertraute mir genug, um meinem Ratschlag zu folgen. Einige Wochen später wurde ich Zeuge einer Transformation großen Ausmaßes. Obwohl Richard anfänglich dachte, seine Ehe auf’s Spiel zu setzen, war er im Nachhinein überglücklich. Er erzählte mir, dass ihn seine Frau noch nie so sehr respektiert habe, wie sie es jetzt tun würde. Sie würde ihn bei jeder Entscheidung miteinbeziehen und seine Meinung einholen, das würde ihm ein Gefühl des Respekts und der Wertschätzung geben. Seine Frau schaute nun zu ihm auf.

Den Ratschlag, den ich Richard gab, bezeichne ich im Folgenden als das „Thron-Prinzip“ und werde ihn im Folgenden näher erläutern.

 

Selbstvertrauen stärken und aufbauen: Das Thron-Prinzip

Thronprinzip

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Stell dir vor, in deinem Geist existiert ein goldener Thron. Wer auch immer sich auf diesen Thron setzt, steht im Fokus deiner Gedanken und bestimmt dein Leben. Du akzeptierst seine Meinung und vertrittst seine Überzeugungen.

Eine beträchtlich große Anzahl an Männern hat Angst davor, diesen Thron zu besteigen. Ihnen wurde beigebracht, sich selbst niemals auf diesen Thron zu setzen, da dies von anderen Menschen als egoistisch und arrogant empfunden würde. Sie wurden darauf konditioniert, dass es ihnen wichtiger ist gemocht zu werden, anstatt sich durchzusetzen. Sie denken, wenn sie sich auf diesen Thron setzen und nur noch auf ihre eigene Stimme hören würden, so würden andere Menschen sie ablehnen: das macht ihnen Angst. Und so gehen sie durch’s Leben und lassen jeden anderen Menschen, auch abwechselnd, auf diesen Thron sitzen. Die Meinungen und Überzeugungen der Ehefrau, des Chefs, der Eltern, ja manchmal sogar der eigenen Kinder werden dann höher positioniert als die eigenen. 

Häufig entsteht Verwirrung im Geiste des Mannes, weil jede dieser Personen ihm etwas anderes abverlangt. Oft sogar warten diese Männer auf die Erlaubnis, sich selbst auf diesen Thron setzen zu dürfen, um an sich selbst glauben zu dürfen. Doch sie warten vergeblich.

 

Selbstvertrauen stärken und aufbauen: Die Praxis

Warte nicht mehr auf die Erlaubnis, deiner eigenen Stimme vertrauen zu dürfen. Nimm dir das, was dir zusteht! Setze dich auf deinen Thron und unterwerfe dich keinem mehr. Niemand wird dir die Erlaubnis geben, an das zu glauben, was du glauben möchtest. Nur du selbst kannst dir diese Erlaubnis geben. Stelle deine Bedürfnisse an die erste Stelle.

Natürlich wird Angst entstehen, andere dadurch verlieren zu können und vor Allem die Männer, die darauf konditioniert wurden, es allen recht zu machen, denen wird es am schwersten fallen. Doch bedenke: Wer dich verlässt, nur weil du anfängst dir selbst zu vertrauen, den kannst du ruhigen Gewissens ziehen lassen.

 

Selbstvertrauen stärken: Meine Tipps an dich

  • Frage dich öfters am Tag „Was will ich grade tun? Was würde mich jetzt glücklich machen?“ und tue es. Als Beispiel: Du willst gerne ins Kino, doch keiner möchte mit? Geh selber hin! 
  • Erkenne die Situationen, in denen du dich aus Angst vor Ablehnung den anderen Menschen anpasst und um ihnen zu gefallen. Frage dich, warum du ausgerechnet einer bekannten oder wildfremden Person gefallen möchtest?
  • Wenn du in einem Gespräch anderer Meinung bist, dann teile dies deinem Gegenüber mit (Achtung: Viele Menschen mögen es, wenn du das kleine, beeinflussbare Opfer bleibst und werden dir evtl. Widerstand entgegenbringen)
  • Versuche bei Problemen zuerst die Person zu fragen, die alles über dich weiß und dir somit am besten helfen kann: Dich selbst
  • Und vor Allem: Vertraue auf deine eigenen Fähigkeiten und Entscheidungen

 

Willst du dich tiefer in das Thema einarbeiten, dann empfehle ich dir das Buch*, welches mir selbst dabei geholfen hat, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln

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