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Wie glücklich werden? – Das Prinzip der Selbstannahme

Vorwort: Dieser Beitrag enthält bewusst einige Überschneidungen mit diesem Beitrag: Das innere Gespräch.

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Der Grund für diese Überschneidungen ist, dass dieses Thema von essentieller Wichtigkeit ist, wenn wir uns „richtig“ entwickeln wollen. Was nützt es, wenn wir alles in unserem Leben erreichen (können), ohne es wirklich annehmen zu können? Was nützt all das Glück dieser Welt, wenn wir uns selbst ablehnen? Selbstannahme ist der erste Schritt in Richtung Glücklichsein.

 

Wie kann man glücklich werden? – Das Gespräch

Ich führte vor einigen Tagen ein interessantes Gespräch mit einem guten Freund von mir.
Er sagte mir, dass er nicht glücklich sei bzw. überhaupt wüsste, wie sich Glück anfühle. Das Gespräch gebe ich im Folgenden wieder.

Elias: Warum bist du denn nicht glücklich?
Freund: Ich weiß es nicht. Ich habe einfach nicht das Gefühl, glücklich zu sein.
Elias: Wann hast du dich denn das letzte Mal glücklich gefühlt? Hast du dich jemals glücklich gefühlt?
Freund: Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht. Ich denke nicht, nein.
Elias: Wie stellst du dir vor, wie es `wäre, glücklich zu sein? Hast du ein bestimmtes Bild im Kopf?
Freund: Ja. Ich habe dann das Gefühl, dass ich angekommen wäre.
Elias: Ich denke, Glück bedeutet für dich im Wesentlichen, dass du dich angenommen und akzeptiert fühlst. Mal eine andere Sichtweise: Wie agierst du, wenn du dich unglücklich fühlst?
Freund: Ja, das stimmt. .. Haha, ich lenke mich ab. […] Serien, Filme, Zocken […].
Elias: Warum lenkst du dich ab?
Freund: Ich weiß es nicht. Ich schätze, ich warte einfach darauf, dass in mir etwas „Klick“ macht und … und ja, dass alles dann anders wird.
Elias: Tust du etwas dafür, dass es „Klick“ macht?
Freund: Ja, ich denke viel nach. Ich reflektiere viel. Aber .. es ändert sich nicht viel. Keine Ahnung. Ich denke, dass ich mich im Kreis drehe.
Elias: Hast du es mal mit Selbstannahme probiert?
Freund: ..Nein. Sowas klappt nicht. *wird leicht nervös/ablehnend*
Elias: Warum nicht? Du meinst, dass du dann glücklich bist, wenn du dich selbst annimmst. Warum  versuchst du denn nicht, dich selbst anzunehmen? Warum setzt du dich nicht einfach mit dir hin und versuchst, dich und deine Gefühle zu akzeptieren?
Freund: Also, ich weiß es nicht. Ich habe nicht das Gefühl, dass es funktionieren könnte. Außerdem habe ich schon einige Bücher darüber gelesen, dass ich „mein inneres Kind“ annehmen soll und all dergleichen. Und ich habe einfach keine Lust, Zeit damit zu verschwenden.
Elias: Heißt das, dass du dich nicht selbst annehmen willst?
Freund: Nein, aber ich glaube, dass es nicht klappt.

 

 

Glücklich werden – Wie unsere Psyche auf unser Verhalten reagiert

Was denkt sich unsere Psyche, wenn sie bemerkt, dass wir uns nicht mit uns selbst beschäftigen wollen?
Die Gedanken werden sein „Ich bin so belanglos, so unwichtig, dass sich keiner mit mir beschäftigen will, ja nicht einmal ich will es“.

Und was denkt sich unsere Psyche, wenn sie bemerkt, dass wir alle anderen Menschen annehmen und akzeptieren, dies aber nicht mit uns tun?
Die Gedanken werden sein „Jeder andere ist wertvoller als ich. Mit mir stimmt etwas nicht. Ich bin minderwertig“.

Und was denkt sich unsere Psyche, wenn wir das selbe Problem „unglücklich sein“ immer und immer wieder zerdenken, ohne dass wir auf ein nennenswertes Ergebnis stoßen?
Die Gedanken werden sein „Ich bin nutzlos. Ich schaffe es nicht, meine Probleme zu lösen“.

 

Glück ist kein Ziel, dass es zu erreichen gilt. Glück ist der Weg. Glück ist nicht, dass wir auf eine Situation in unserem Leben hinarbeiten, bei der es dann schlussendlich „Klick“ macht und wir ab da an glücklich sind. Viele Menschen denken, dass eines Tages alles anders sein wird. Sie denken, dass jemand oder etwas (eine Situation) kommen wird, wodurch alles verändert wird. Aus dieser falschen Überzeugung heraus bleiben sie untätig, verdrängen ihre Unlust und lenken sich ab. Wie soll eines Tages alles anders sein, wenn ich nicht heute die kleinen Schritte in die Richtung mache, die ich gehen möchte? Erwarte ich denn, dass von einem Tag auf den anderen, ohne (in den meisten Fällen) jemals etwas dafür zu tun, mein Leben eine 180-Grad-Wende vollziehen wird?

Den meisten Menschen geht es wie meinem guten Freund: Sie fühlen sich nicht glücklich, weil sie das Glück nicht annehmen können. Sie wissen auf logischer Ebene, dass alle Bedingungen gegeben sind, um glücklich zu sein, aber sie spüren es nicht. Sätze wie „Ich weiß, dass ich jetzt glücklich sein müsste, aber..“ gehören zu ihrem täglichen Mantra. Was diese Menschen allerdings nicht bewusst merken, ist Folgendes: Da sie sich selbst nicht annehmen, können sie auch das Glück nicht annehmen.

Damit eines Tages alles anders wird, sollten wir schon heute anfangen, kleine Schritte in die Richtung der Selbstannahme zu gehen. Mit jedem Tag sollten wir uns mehr annehmen können, auch wenn es nur winzig kleine Schritte sind. Der Weg dahin wird Spaß machen, da wir uns mehr mit uns beschäftigen. Und dieser Spaß ist das, was wir Glück nennen dürfen. Das Glück, sich selbst anzunehmen.

 

Happiness and Selflove

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Glücklich werden – Sich selbst annehmen

Sich selbst anzunehmen, bedeutet, dass wir unsere Vergangenheit und unsere Gegenwart annehmen.
Wir akzeptieren unsere Entscheidungen, die wir trafen; sowohl die guten, als auch die schlechten Entscheidungen.
Wir akzeptieren unsere Emotionen; sowohl die guten, als auch die schlechten Emotionen.
Wir akzeptieren unseren Umstand, in dem wir uns befinden; sei es, dass wir eine erfüllende Beziehung führen und einer sinnvollen beruflichen Tätigkeit nachgehen, oder sei es, dass wir die meiste Zeit unseres Lebens mit sinnlosen Aktivitäten verbringen.
Wir akzeptieren unser Selbstbild; sei es, dass wir uns positiv wahrnehmen, mit Eigenschaften wie „kongruent“, „integer“ und „aufrichtig“, oder dass wir uns negativ wahrnehmen, mit Eigenschaften wie „unehrlich“, „nicht standhaft“ und „nicht vertrauenswürdig“.

Sich selbst anzunehmen, heißt, dass wir all diese Dinge akzeptieren. Es heißt aber nicht, dass wir diese Dinge mögen müssen.
Wir können uns eingestehen, dass wir manchmal lügen und wir können trotzdem diese Eigenschaft an uns nicht mögen.
Wir können akzeptieren, dass wir unser Dasein als frustrierend und leer empfinden, ohne dies zu mögen.
Sich anzunehmen, bedeutet sich zu akzeptieren. Und sich zu akzeptieren, bedeutet, dass wir der Realität Verantwortung tragen: Wir entscheiden uns, bewusst hinzuschauen, statt unbewusst zu leben und die Tatsachen der Realität zu leugnen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass wir uns verstehen. Sich selbst Verständnis entgegen zu bringen ist ein wesentlicher Bestandteil der Selbstannahme.
Es reicht nicht, zu akzeptieren, dass wir manchmal lügen. Wir müssen verstehen, warum wir in gewissen Situationen lieber lügen, statt die Wahrheit zu sagen.
Es reicht nicht zu akzeptieren, dass wir uns ablehnen. Wir müssen verstehen, warum und unter welchen Gegebenheiten wir uns nicht annehmen können.

Alleine, dass wir die Absicht haben, uns zu verstehen, signalisiert unserer Psyche, dass wir es wert sind, verstanden zu werden. Unsere Psyche wird daraufhin unser Selbstwertgefühl erhöhen.

 

 

Glücklich werden – Mein Tipp an dich

Stelle dir folgendes vor: In dir sitzt dein inneres Kind. Es will Aufmerksamkeit und Liebe, es will, dass du es annimmst. Es wird neidisch, wenn es sieht, dass du anderen Menschen so viel gibst, während du es ablehnst. Wenn es sich schlecht fühlt, fühlst du dich schlecht. Wenn es sich abgelehnt fühlt, fühlst du dich abgelehnt. Aber, wenn es sich glücklich und angenommen fühlt, dann fühlst du es auch. Wenn es sich wichtig fühlt, dann fühlst du dich wichtig. Versuche also, dich selbst anzunehmen.

 

Empfehlenswerte Bücher zu diesem Thema sind folgende:
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