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Glaubenssätze für effektive Persönlichkeitsentwicklung

Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind wichtig, denn sie definieren unser Leben. Sie sind tief verinnerlichte Gedanken, die sich in unserem Unterbewusstsein abspeichern und unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. Glaubenssätze können dabei sehr einfach sein („ich bin attraktiv“), oder auch ein wenig komplexer.

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Wie entstehen Glaubenssätze?

Die meisten Glaubenssätze entstehen bereits im Kindesalter und beeinflussen unser Leben massiv, sogar bis ins hohe Erwachsenenalter. Werden Kinder für etwas, was sie sind oder getan haben gelobt, fangen sie an, an sich zu glauben. Dieser Glauben wird dann weiterhin bestärkt und verankert sich fest in der Psyche des Kindes und beeinflusst somit dessen Werdegang.

 

Glaubenssätze: Einfluss auf das Leben

Wie im obigen Beispiel erwähnt, kann bereits ein Glaubenssatz massive Änderungen im Leben eines Menschen hervorrufen. Doch wie funktioniert das?

Das Stichwort lautet: Wiederholung.

Wenn wir immer und immer wieder einen Gedanken in unserem Kopf wiederholen, verfestigt er sich zu einem Glaubenssatz. Wir glauben also daran und haben einen Tunnelblick und sehen nur das, was wir sehen wollen. Wenn wir uns immer einreden, dass wir dumm sind, können wir die vielen Situationen nicht sehen, in denen wir intelligent handeln.

Je öfter wir das Negative sehen, das, was wir sehen wollen, desto mehr bestärken wir diesen Glaubenssatz und desto mehr ziehen wir Situationen in unser Leben, die diesem Glaubenssatz entsprechen. Situationen, die diesem Glaubenssatz nicht entsprechen, blenden wir aus oder interpretieren wir anders. So kann ein Mensch, der sich selbst als nicht liebenswert empfindet, auch keine Liebe von anderen empfangen. Jedes Zeichen der Liebe an ihn wertet er als unzureichend, nicht glaubwürdig oder als Irrtum. Er will lieber im Recht bleiben („Ich bin nicht liebenswert genug), als glücklich zu sein.

 

„Der Mensch möchte um jeden Preis sehen, dass er richtig liegt, auch wenn das bedeutet, dass er unglücklich bleibt.“ – Nathaniel Branden

 

Glaubenssätze: Ein Beispiel

Jonathan hat eine kleinere Schwester Emily. Schon als Kind musste er immer wieder mitanhören, wie die Eltern seine kleine Schwester lobten. Dabei bekam Jonathan immer nur dann Lob, wenn er gut in der Schule war oder sich brav verhielt. (Dabei ist auszugehen, dass die Eltern dies nicht mit böser Absicht getan haben. Sie haben Jonathan als Kind sehr geliebt und die Erziehung von Emily hat nun Priorität.) Jonathan bemerkt diesen Zusammenhang und denkt sich daraufhin (fälschlicherweise) „Ich bekomme nur Liebe und Aufmerksamkeit, wenn ich Leistung erbringe und mich brav verhalte“. Jedes Mal, wenn Jonathan sieht, dass seine kleinere Schwester gelobt wird, obwohl sie nichts getan hat, denkt er sich „Ich bin nicht liebenswert. Ich habe noch nicht genug Leistung erbracht und habe mich noch nicht brav genug verhalten“. Diese Denkweise verankert sich so stark, dass Jonathan mit Mitte 20 unbewusst immer noch stark auf Leistung getrimmt ist und mit sich selbst nicht zufrieden sein kann. Er hat den fest verankerten Glaubenssatz, dass er für die Liebe und Zuneigung der Anderen hart arbeiten muss.

Wenn Jonathan eine neue Frau kennenlernt, dann verhält er sich äußerst brav und passiv, so wie er es gelernt hat. Wenn er dann von Frauen zurückgewiesen wird, verstärkt sich sein Glaube „ich habe noch nicht genug Leistung erbracht, ich bin nicht liebenswert“ und somit zwingt sich Jonathan immer mehr zu Bestleistungen auf Kosten seiner Gesundheit, ohne jemals wirklich Erfüllung in der Liebe zu finden.

Doch spulen wir mal zurück. Was wäre wenn Jonathan als Kind anders gedacht hätte? Zum Beispiel: „Ich weiß, dass meine Eltern meine kleine Schwester lieben, aber das macht mich nicht ungeliebter. Ich bin liebenswert, egal, was andere sagen!“ Es ist klar, dass Jonathan in dem Alter nicht wirklich so denken konnte, aber nehmen wir mal an, er hätte so gedacht. Dann hätte sein Leben jetzt ganz anders ausgesehen: Er wäre mit sich selbst zufrieden, würde sich lieben und wäre stolz auf alle Leistungen, die er erbringt.

 

Glaubenssätze: Funktionsweise

Es gibt nicht ->die eine<- Realität. Die Realität ist ein Würfel aus unendlichen Seiten. Wir können uns entscheiden, von welcher Perspektive aus wir das Leben betrachten wollen und darauf legen wir unsere Aufmerksamkeit. Wir können uns unsere Glaubenssätze selbst aussuchen, es ist unsere Verantwortung, dies zu tun. Wir können beispielsweise daran denken, dass wir liebenswert sind. Und je öfter wir uns dies einreden, desto öfter bemerken wir die Situationen, in denen wir liebenswert sind. Und desto stärker glauben wir daran, dass wir liebenswert sind.

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