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Erfolgreiche Gewohnheiten aufbauen

Erfolgreiche Gewohnheiten

Ein Zitat von Aristoteles zum Thema erfolgreiche Gewohnheiten:

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"Wir sind das, was wir wiederholt tun. Exzellenz ist daher kein Akt, sondern eine Gewohnheit."

Januar 2018: Das Fitnessstudio in Köln-Ehrenfeld ist rappelvoll. Viele Leute haben sich „abnehmen“ als guten Vorsatz für das Jahr 2018 notiert. Zuversicht glänzt in ihren Gesichtern, während sie sich schweißgebadet für die nächsten Trainingssets motivieren.  5 Tage pro Woche trainieren, das haben sich die meisten hier vorgenommen. Nebenbei soll eine strikte Diät eingehalten werden. Auf Zigaretten, Fastfood und Alkohol soll natürlich auch verzichtet werden.
Ist es möglich, all diese Ziele zu erreichen oder heißt es nach ein paar Wochen wieder „Das war’s dann mit den guten Vorsätzen“?
Ich sage: Es ist möglich! Es ist jedoch eine Frage der Herangehensweise.

 

 

Erfolgreiche Gewohnheiten: Warum brauchen wir sie?

Gewohnheiten sind wiederkehrende Aktivitäten, die wir anfangs bewusst und mit der Zeit unbewusst ausführen.
Tägliches Zähneputzen ist genau so eine Gewohnheit wie in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Gewohnheiten vereinfachen unser Leben, da wir nicht in jeder Situation mentale Energie aufbringen müssen, um eine Entscheidung zu treffen. Bei einer Gewohnheit merkt sich unser Unterbewusstsein die auszuführende Handlung und führt sie dementsprechend aus.
Mark Zuckerberg und Steve Jobs sind die bekanntesten Beispiele für Gewohnheiten und Entscheidungskraft: Um ihre mentale Energie für wichtigere Entscheidungen aufzusparen, tragen bzw. trugen sie jeden Tag dasselbe Outfit. Somit mussten sie morgens nicht Entscheidungskraft für das passende Outfit aufbringen.

Gewohnheiten stärken die Disziplin und vor allem die Achtung vor uns selbst. Die Disziplin wiederum erhöht unsere Lebensfreude.

Um wirklich erfolgreich zu werden, benötigen wir Gewohnheiten, die uns erfolgreich machen.

 

 

Erfolgreiche Gewohnheiten: Wie bauen wir sie auf?

Um Tätigkeiten als erfolgreiche Gewohnheiten zu implementieren, brauchen wir ein Mindestmaß an Disziplin. Das Schwierige hierbei ist, dass Gewohnheiten mit positiven Auswirkungen zwar die Disziplin stärken, wir jedoch am Anfang Disziplin brauchen, um eine Gewohnheit aufzubauen. Dies ist auch der Grund, wieso willensschwache Menschen es nur schwer schaffen, aus einem Teufelskreis von schlechten Gewohnheiten auszubrechen (z.B. „mit dem Rauchen aufzuhören“).

Anfänglich ist es schwierig, eine Gewohnheit aufzubauen. Wir müssen nämlich dafür sorgen, dass in unserem Gehirn die Synapsen (Nervenverbindungen) mit einander verbunden werden, die wir für die Ausführung einer Gewohnheit brauchen und evtl. die Synapsen „auflösen“, die unserem Erfolg im Wege stehen.

Synapsen

Gewohnheiten durchbrechen

Wir wissen, dass wir bei einer Präsentation vor einer großen Menschenmenge nervös werden. Die Unsicherheit in uns löst unsere Angst zu Versagen aus, diese Angst wiederum führt zu körperlichen Auswirkungen wie eine verkrampfte Körperhaltung und schließlich zum Stottern. Wenn wir solche negativen Gewohnheiten ändern (Unsicherheit -> Angst -> Stottern) wollen, müssen wir neue Synapsen durch neue Gewohnheiten verschalten, indem wir beispielsweise durch tägliches Vorm-Spiegel-Stehen eine neue Gewohnheit trainieren, die wie folgt aussieht: Wenn ich mich unsicher fühle, dann fange ich an zu lachen, das Lachen überschattet meine Angst und lockert meine Muskeln, dann stottere ich nicht (Unsicherheit -> Lachen -> Entspannung).

Die Verschaltung kostet Energie, da wir uns anfänglich jedes Mal bewusst dafür entscheiden müssen, entgegen unseren alten Gewohnheiten (bzw. unseren alten Synapsen) zu agieren. Ab einem gewissen Zeitpunkt (in der Regel nach 21 Tagen) fällt der benötigte Energieaufwand langsam, weil die Aktivität nicht mehr bewusst, sondern immer mehr vom Unterbewusstsein aus gesteuert wird. Wir müssen uns also nicht mehr bewusst für die Ausführung einer Tätigkeit entscheiden, was Kraft kostet, sondern unser Unterbewusstsein regelt die Ausführung für uns.

Die Ausführung einer Aktivität verlagert sich also vom Bewusstsein zum Unterbewusstsein, weshalb dann das Bewusstsein wieder mentalen Platz frei hat, um neue erfolgreiche Gewohnheiten zu erlernen.

Da wir nur eine begrenzte Kraft am Tag haben, die wir für Entscheidungen nutzen können, ist es sehr wichtig, dass wir klein anfangen und uns erst mit der Zeit kontinuierlich steigern. Aus diesem Grund scheitern auch so viele Vorsätze, weil man sich zu viel auf einmal vornimmt und dann nicht mehr die Energie dafür hat, um weiterzumachen. Bedenke: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

 

 

Erfolgreiche Gewohnheiten in der Praxis

Zu aller erst müssen wir unsere Ziele kennen. Je detaillierter wir unsere Ziele aufschreiben, desto besser können wir sie verfolgen. Ich empfehle hierfür die SMART-Methode, d.h. ein Ziel sollte spezifisch, messbar, akzeptabel, realistisch und terminierbar sein.

Wenn wir unsere Ziele kennen, können wir anfangen, tägliche oder wöchentliche Aktivitäten zu notieren, die uns zu unserem Ziel führen. Als Beispiele:

  • „Online-Marketing-Business aufbauen“ 
    • Anfangen mit der kleinsten Einheit: Jeden Tag mindestens eine halbe Stunde investieren für Lehrmaterial (Lektüre und Videos) 
    • Nach einiger Zeit: Jeden Tag mindestens eine halbe Stunde investieren für Geschäftsmodell ausdenken, Nischenmarkt finden, etc.
    • ….

 

  • „Dauerhaft abnehmen“
    • Anfangen mit der kleinsten Einheit: Ein mal pro Woche ins Fitnessstudio
    • Nach einiger Zeit: Zwei mal pro Woche ins Fitnessstudio
    • Nach einiger Zeit: Mit Ernährungsplan rum experimentieren

 

  • „Selbstvertrauen dauerhaft erhöhen“
    • Anfangen mit  der kleinsten Einheit: Jeden Tag eine wildfremde Person begrüßen
    • Nach einiger Zeit: Jeden Tag mit einer wildfremden Person Smalltalk führen

 

  • „Lebensfreude erhöhen“
    • Anfangen mit der kleinsten Einheit: Jeden Tag versuchen, das Positive in den Dingen zu sehen
    • Nach einiger Zeit: Einmal die Woche etwas für die Seele tun (Spa, Sauna, Kaffee mit Freunden, etc.)

 

  • „Gitarre lernen“
    • Anfangen mit der kleinsten Einheit: Jeden Tag für mindestens eine halbe Stunde den richtigen Gitarrengriff lernen
    • Nach einiger Zeit: Jeden Tag für mindestens eine halbe Stunde einen Akkord lernen

 

Loop Habit Tracker

Android-App: Loop Habit Tracker

 

Erfolgreiche Gewohnheiten: Meine Tipps an dich

  • Egal, was für erfolgreiche Gewohnheiten es sein sollen: Fange klein an und steigere dich mit der Zeit
  • Experimentiere mit Morgen- und Abendroutinen (mein persönlicher Favorit: Jeden Morgen kalt duschen)
  • Tracke deinen Fortschritt: Nichts motiviert mehr, als am Ende eines Tages einen Haken zu setzen. Hierfür empfehle ich dir die Gratis-App „Loop Habit Tracker“ für Android-Smartphones, für iPhones rate ich zu der Gratis-App „HabitBull – Habit Tracker“. Ein einfaches Blatt Papier und ein Stift bringen euch natürlich auch ans Ziel, wenn ihr keine App installieren wollt. 

 

Wer sich mehr mit dem Thema auseinandersetzen möchte, um sein volles Potential auszuschöpfen, dem empfehle ich die folgenden Bücher. 

                             

Beide Bücher sind angenehm und unterhaltsam geschrieben und bieten dennoch gute Einsichten und Ratschläge, die euch auf eurem Weg unterstützen können.

 

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