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Der Weg zur Superkraft – Meine Story

Damals, es war das Jahr 2015, als ich die 50 Tage geschafft hatte. 50 Tage lang auf Pornos und Masturbation verzichtet. Ich hatte durch den Konsum von Pornos bemerkt, dass ich verdammt unsicher war. In sozialen Situationen fühlte ich mich klein und schwach. Wenn ich aufgrund meiner (damaligen) Tollpatschigkeit hinfiel, entschuldigte ich mich sogar vor den Leuten. Obwohl ich extravertiert bin, fühlte ich mich stets unwohl in sozialen Konstellationen. Leute schienen sich stets unwohl in meiner Gegenwart zu fühlen und ich fühlte mich umso bedrückter und trauriger. Und vor allem: Ich konnte „irgendwie“ nichts dran ändern und hing in dieser Misere fest.

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Meine damalige Freundin, eine Bilderbuch-Perfektionistin, hatte mich so oft getestet, um zu sehen, ob ich ihr Grenzen setzen kann, doch bei jedem ihrer Tests fühlte ich mich einfach ängstlich und unzureichend. Ich hatte, ohne es wirklich zu bemerken, eine permanente Angst. Wovor, und was das mit Pornokonsum zu tun hat, fragst du dich jetzt vielleicht.

Ich hatte Angst davor, dass irgendwelche fremden Leute mich nicht mögen würden, dass aus heiterem Himmel mir irgendetwas Sozial-vernichtendes passiert, dass ich ausgegrenzt würde. Ich hatte Angst, dass ich nicht dazugehören würde, wozu auch immer. Ich hatte Angst, dass ich das, was ich gerade tue, falsch mache. Falsch machen, das war eine der größten Ängste: Ständig Angst davor zu haben, das Falsche zu sagen oder das Falsche zu tun. Diese Angst war paralysierend. Deswegen tat ich auch nichts, wenn meine Ex mir wieder irgendetwas an den Kopf warf. Ich war zutiefst verunsichert, denn die Angst ließ mich nicht klar denken.

Irgendwann, als meine Freundin dann die Schnauze voll von mir hatte und mich verließ, fiel ich in ein tiefes… Ach Quatsch. Ich fiel in kein tiefes Loch. Noch nicht. Denn ich hatte einen supertollen Coping-Mechanismus. Coping-Mechanismen, also Techniken zur Verdrängung, hat jeder Mensch. Der eine säuft gerne, wenn er Kummer hat, der andere kauft sich tolle Luxusgüter, und ich hatte, und darauf bin ich nicht stolz, Pornos. Pornos zu schauen war eine meiner Coping-Mechanismen, wenn es darum ging, diese Angst zu unterdrücken. Wer an dieser Stelle urteilen will: Schätzungsweise geht man davon aus, dass über 80% aller Männer heutzutage Pornos schauen. 80%! Wir haben heutzutage einen viel leichteren Zugang zu solchen Medien als es noch früher der Fall war. Alleinschon die Seite p*rnhub hat über 75 Millionen Besucher täglich! (Quelle)

Seit ich mich daran erinnern kann, waren Pornos wie Balsam für mich. Aufgrund familiärer Schwierigkeiten hatte ich als Kind nie wirklich einen Ansprechpartner, wenn es um emotionale Themen ging. War ich traurig, weil ich keine Freunde fand, sagte mir mein Vater „Soll ich dir etwa welche gebären?“. Und auf den ersten Herzschmerz, den ich damals als Junge hatte (und ich flennte wie ein kleines Mädchen), reagierte meine Mutter sinngemäß übersetzt mit „Ich muss noch zu den wöchentlichen Kaffeeklatsch-Treffen, können wir das verschieben?“.

Ich hatte nie gelernt, mit Angst umzugehen. Bis ich irgendwann Pornos und Masturbation entdeckte. Wann immer ich Angst verspürte, griff ich zu dieser Verdrängungstaktik. Jedes Mal, nachdem ich es tat, brachte ich mich weiter weg von „mir“. Das spürte ich. Aber der kurze Dopamin-Rausch, der mich von meinen Problemen und meiner Angst davonschweben ließ, war es wert. Dachte ich zumindest. Irgendwann mit 16 realisierte ich, dass ich mich nicht mehr so fühlte, wie früher. Ich fühlte mich so, als ob ich mir zuschauen würde. Kurzum: Ich hatte mich stark von mir selbst distanziert. Naiv wie ich damals war, sagte ich mir „hm, das ist bestimmt nur das Gefühl, erwachsen zu werden“. Doch es war eine Entfremdung, ich entfremdete mich von meinen Emotionen (der Angst) und damit auch von mir selbst.

Als mich also meine Freundin verließ, fiel ich nicht sofort in ein tiefes Loch. Ich nutzte meinen Coping-Mechanismus so lange und so gut es ging. Bis mir selbst das zu viel wurde. Man kann ja auch beispielsweise nicht den ganzen Tag Nutella essen. Ich erinnere mich, dass es irgendwann nichts mehr nützte, Pornos zu schauen. Ich empfand gar nichts mehr. Ich konnte nicht mehr fliehen vor meinen Emotionen. An diesem Tag habe ich mich ein wenig besser gesehen. Es war so, als ob jemand mir ungefragt einen Spiegel vor’s Gesicht hält. Und was ich da gesehen habe, gefiel mir gar nicht: Ein bemitleidenswerter Typ, der von einer Frau verlassen war und sich zu animierten Pixeln auf einem Bildschirm einen wedelt. Ich empfand Ekel und ich wusste, ich muss was ändern.

Was ich alles getan habe in dieser Zeit, um vieles an mir und meinem Leben zu ändern, habe ich zu einem Oberbegriff namens „Rebooting“ zusammengefasst, und es war mitunter das Beste, was ich jemals für mich getan habe. Selbst heute noch sprechen mich einige Freunde auf dieses Rebooting an. Wie es allerdings genau aussah, werde ich auf meinem YouTube-Kanal zeigen. Ich werde dir hier aber erzählen, was dieser eine Punkt auf meiner Rebooting-Liste war und was er gebracht hat: NoFap (zu Deutsch: Der Verzicht auf Pornos und Masturbation).

NoFap war das Härteste, was ich je in meinem Leben durchziehen musste. Nicht einmal meine 500 Tage jeden Morgen Kaltduschen kommen an den Schmerz ran, den ich damals fühlen musste.

Warum es so hart war? Naja, ich bin ein einfacher Mann. Ich habe nicht viele Coping-Mechanismen, der stärkste Coping-Mechanismus aber, der mir geholfen hat mit dem allem klarzukommen, was wir Leben nennen, war das Masturbieren. Und ohne ihn, gab es kein Flüchten mehr. Es war wie das Schauen eines Psycho-Thrillers, ohne die Option ausschalten zu können: Mann musste hinschauen. Aber genau das ist auch das Gute daran, wenn man sich weiterentwickeln will. Änderung bedeutet Schmerz. Sei es auch nur der kleine Schmerz, der entsteht, wenn wir unsere Comfortzone für einen Augenblick verlassen. Doch der Schmerz, den ich bei dieser Änderung durchlebt habe, war nichts im Vergleich zum Schmerz, mit sich selbst unzufrieden zu sein, sich selbst als sozial inkompetent zu erleben, als Versager, als unwichtig und nicht wertvoll. Ich musste weitermachen. Und ich wollte weitermachen.

Mit der Zeit erlebte ich folgende Veränderungen, die ich gerne mit dir teilen will:

  1. Ich konnte alle (!!) sozialen Probleme, die ich hatte, beseitigen (dazu unten mehr).
  2. Ich habe viel schneller abgenommen, hatte größeren Appetit und war allgemein „aggressiver“ (aggressiv im Sinne von energisch und „etwas bewegen wollen“).
  3. Ich war extrem entspannt in sozialen Situationen (früher war ich genau das Gegenteil: stets angespannt).
  4. Ich habe mich als „wertvoll“ wahrgenommen. Ich habe gespürt, dass ich jemand bin, der wertvoll ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger als andere.
  5. Ich war dominanter.
  6. Meine Grundeinstellung war viel positiver und optimistischer, auch wenn es „gar nichts“ zum Freuen gab (z.B. habe ich mich wieder wie ein Kind gefühlt, als ich einen Schmetterling sah).
  7. Ich bemerkte, dass ich auf Andere attraktiver wirkte.
  8. Ich konnte klarer denken! Längere gedankliche Zusammenhänge konnte ich mühelos verfolgen.
  9. Andere respektierten mich plötzlich und ich wurde viel stärker wahrgenommen.
  10. Ich kam mit Frauen in Kontakt, die ich davor nicht einmal angesprochen hätte.
  11. Freunde und Bekannte waren gerne um mich herum (und sagten mir das auch öfters).
  12. Ich wurde viel öfter auf Treffen oder Parties eingeladen.
  13. Freunde und Bekannte suchten öfters meinen Rat, weil ich „so souverän wirke, als ob ich von allem eine Ahnung hätte“ (Zitat).

Natürlich gab es noch viele weitere positive Veränderungen. Meine zwischenmenschlichen Beziehungen verbesserten sich, ich hatte plötzlich wieder Interesse an einem intensiven Kontakt mit meiner Familie. Mein Selbstwert erhöhte sich, ich fühlte mich nicht mehr so, als ob ich allen zur Last fallen würde oder dass ich nicht willkommen wäre.

In meinem neuen Buch beschreibe ich übrigens, wie man seine Gewohnheiten ändert und dadurch seine Willenskraft erhöht. Ich selbst konnte nur durch eine höhere Willenskraft mit dieser lästigen Gewohnheit namens Pornos und Masturbation aufhören. Falls du es dir kaufen möchtest, klicke den unteren Link einfach. Es wird eine der besten Investitionen in dich selbst sein!
Falls du dir das Buch nicht leisten kannst, weil du Student oder unter 18 bist, schreibe mir eine Email mit dem Betreff „Gewohnheiten Student/u18“ und ich schicke dir eine kostenlose Version zu.

Liebe Grüße

Dein Elias Green

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