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Das Kind in dir muss Heimat finden – Zusammenfassung

Ein Beststeller, der es meiner Meinung nach verdient hat. Das Buch von Stefanie Stahl „Das Kind in dir muss Heimat finden“, ist eines der Bücher, die man für seine persönliche Entwicklung gelesen haben muss. Noch nie habe ich ein Buch in die Hände bekommen, dass so viele offene Fragen beantwortet und diese auch noch logisch zusammen verknüpft. Alles, was ich selbst bisher gelernt habe, wurde in diesem Buch aufgegriffen und vertieft. Doch genug, kommen wir gleich zur Zusammenfassung.

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Das Kind in dir muss Heimat finden – Das Schattenkind


Stefanie Stahl geht in ihrem Buch von einem Schattenkind aus. Dieses Schattenkind ist der Anteil unseres Unterbewusstseins, der in unserer Vergangenheit (meist Kindheit) durch Verletzung einer der vier Grundbedürfnisse negativ geprägt wurde. Als Menschen haben wir die vier psychischen Grundbedürfnisse:

  1. Das Bedürfnis nach Bindung
  2. Das Bedürfnis nach Autonomie und Kontrolle
  3. Das Bedürfnis nach Lustbefriedigung bzw. Unlustvermeidung
  4. Das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung bzw. Anerkennung

Ist eines dieser Grundbedürfnisse in unserer Kindheit nicht erfüllt worden, so haben wir negative Glaubenssätze entwickelt. Ist beispielsweise unser Bedürfnis nach Autonomie eingeschränkt worden, weil unsere Eltern Kontrollfreaks waren, dann könnten wir den Glaubenssatz entwickelt haben „Ich muss mich dir anpassen“ oder „Ich darf mich nicht abgrenzen“. Wenn wir dann erwachsen sind, kontrollieren diese Glaubenssätze uns unterbewusst.

Beispielsweise könnten wir es „aus irgendeinem Grund“ unendlich schwer finden, uns mit anderen anzufreunden, weil unser Schattenkind (mit seinen Glaubenssätzen) der festen Überzeugung ist, dass es nicht genügt bzw. nicht wertvoll ist. Immer dann, wenn wir mit anderen reden, flüstert uns das Schattenkind zu „Du genügst nicht.. Niemand interessiert sich für dich.. Die sind doch nur höflich…“

Das Problem hierbei sind nicht die Glaubenssätze an sich, sondern die vermeintlichen Schutzstrategien, die sich daraus ergeben. Hat unser Schattenkind den Glaubenssatz „Ich genüge nicht“, dann könnte es eigentlich offen darüber sprechen und seine Mitmenschen würden ihm empathisch und hilfsbereit zur Seite stehen, wodurch es dann sehen würde, dass es eben doch genügt. Jedoch aktiviert das Schattenkind seine Schutzstrategie und damit fängt erst das Problem an: Es zieht sich zurück und verschließt sich. Dadurch sieht niemand, dass es sich ungenügend fühlt, und weil niemand es sieht (und sich dafür interessieren kann), verstärkt es diesen Glaubenssatz, dass es nicht genügt.

Das Interessante hierbei ist, dass, wenn wir andere Eltern gehabt hätten, wir andere Glaubenssätze entwickelt hätten. Wären unsere Eltern keine Kontrollfreaks, so hätten wir statt „Ich muss mich dir anpassen“ den Glaubenssatz „Ich darf so sein, wie ich bin“ entwickelt. Das heißt, dass diese Glaubenssätze, die wir entwickelt haben, nicht echt sind. Und dennoch beeinflussen sie unsere Wahrnehmung massiv und dadurch auch unsere Lebensqualität. Ein und die selbe Person hätte mit fürsorglichen Eltern den Glaubenssatz „Ich werde geliebt“ entwickelt, und mit unachtsamen, distanzierten Eltern den Glaubenssatz „Keiner mag mich“ entwickelt. An dieser Person hätte sich jedoch nichts geändert. Nur die Brille, durch welche die Person ihre Welt wahrnimmt, wäre anders. Und daraufhin auch ihr Verhalten, ihre Gefühle und ihre Gedanken.

Stefanie Stahl merkt an, dass wir unser Schattenkind mit unserem Erwachsenen-Ich viel zu oft vermischen. Das heißt, dass wir manchmal nicht wissen, aus welchem Anteil unseres Selbst wir gerade agieren. Wenn wir beispielsweise wütend werden, weil uns jemand (unabsichtlich) ignoriert hat, dann ist es nicht das Erwachsenen-Ich, das wütend wird. Es ist das Schattenkind, welches wütend wird, da es vermutlich den Glaubenssatz in sich trägt „Keiner nimmt mich wahr“. Sobald unsere Freundin Marie, die mit uns in der Bar sitzt, nicht auf unsere Frage reagiert, ist das Schattenkind blitzschnell da und verbreitet ungute Gefühle: „Siehst du. Ich hab es dir ja gesagt, keiner nimmt mich wahr. Ich bin einfach unwichtig. Argh, wie mich das aufregt, keiner interessiert sich für mich“…



Das Kind in dir muss Heimat finden – Das Erwachsenen-Ich

Das Erwachsenen-Ich ist unser rationales Ich, unser vernünftiges Ich. Stefanie Stahl empfiehlt daher, das Erwachsenen-Ich vom Schattenkind deutlich zu trennen! Sind wir also bei der nächsten Situation wieder wütend, so sollten wir, als Erwachsenen-Ich, uns nicht mit dem Schattenkind identifizieren. Stattdessen sollten wir das Schattenkind mit logischen Argumenten und liebevoller Zuwendung entwaffenen, wie z.B. „Hey, ich sehe gerade, dass du wütend bist, liebes Schattenkind. Das ist deine Wut, nicht meine. Aber schau doch mal, denkst du denn, dass die Marie dich wirklich absichtlich ignoriert hat, weil sie dich verletzen wollte? Die Marie ist doch immer lieb zu dir. Ich glaube, die Marie hat dich einfach nicht gehört, weil es hier so laut in der Bar ist.“

„Das Kind in dir muss Heimat finden“ bietet viele Übungen an, wie wir mit unserem Schattenkind umgehen können. Für mich persönlich war die Kernessenz des Buches, dass ich selbst für mein Glück verantwortlich bin. Ich bin dafür verantwortlich, mich um mein Schattenkind zu kümmern. Ich muss es wie ein liebender, aber auch fürsorglicher Vater führen. Ich muss mich also selbst führen, was die höchste Kunst der Persönlichkeitsentwicklung darstellt. Ich bin dafür verantwortlich, diese negativen Glaubenssätze in mir zu erkennen und sie zu ändern. Ich bin für mein eigenes Glück verantwortlich.

„Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken (Glaubenssätze) ab“

Stefanie Stahl geht im zweiten Teil ihres Buches auf das Sonnenkind ein. Zudem bietet sie noch viele weitere Übungen in ihrem Buch an, die sicherlich den einen oder anderen Aha-Effekt in dir auslösen werden. Wenn du Interesse an diesem Buch hast, dann kannst du es dir gerne über folgenden Amazon-Link bestellen und würdest mich dadurch mit einer kleinen Provision unterstützen, sodass ich weitere Bücher für dich und meine Leser zusammenfassen kann.

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